Bekannte Charityveranstaltungen in Deutschland
Das Ziel einer Charityveranstaltung, bei der in der Regel ein Theater- oder mehrere Musikstücke gespielt werden oder auch mit sportlichen Darbietungen verbunden ist, ist die Aufmerksamkeit der Menschen zu wecken, sie daran teilnehmen zu lassen und zu spenden. Die Erlöse kommen einem wohltätigen Zweck zu gute.
Red-Nose-Day
2003 wurde die Spendenaktion Red-Nose-Day vom privaten Fernsehsender Pro Sieben ins Leben gerufen. Für die Hilfsorganisationen PowerCild. Deutsche Kinder- und Jugenstiftung, Kindernothilfe und Comic Relief werden durch den Verkauf von roten Plastiknasen und weiteren Aktion Spenden gesammelt. Entstanden ist die Idee in Großbritannien. Am 5. Februar 1988 fand zu Gunsten der „Comic Relief“ beim britischen Fernsehsender BBC eine Fernsehshow statt, bei der Prominente die Bevölkerung dazu aufriefen zu spenden. Die Idee holte Pro Sieben 2003 nach Deutschland. Der erste Erlös belief sich auf etwa 2 Millionen Euro.
RTL-Spendenmarathon
Seit dem 26.November 1996 findet einmal im Jahr eine 24-Stunden-Spendenshow auf dem privaten Sender RTL statt. Im Deutschen Fernsehen ist sie die längste Charityveranstaltung. Moderator ist Wolfram Kons, der parallel Projektleiter der Sendung ist und auch der Stiftung. Die Gesamtsumme, die in den letzten Jahren gesammelt wurde, beläuft sich auf etwa 63,8 Millionen Euro. Die gesamten Erlöse kommen der RTL-Stiftung „ Wir helfen Kindern“ zu gute. Die Werbepausen werden dazu genutzt, um die Projekte und ihre prominenten Projektpaten vorzustellen. Ebenfalls wird ständig der Spendenzwischenstand bekannt gegeben. Übertragen wird die Sendung aus einem Sonderstudio mit dazugehörigen Callcenter, bei welchen die potenzielle Spender anrufen können. Jedes Jahr wirken Prominente mit, die persönliche Gegenstände zur Versteigerung freigeben, um die Spendenaktion zu unterstützen. Des Weiteren wird eine Sondersendung von „WWM“ ausgestrahlt, bei der Prominente ihre Gewinne an die Stiftung abgeben.